Late Night mit Leo Lukas und Hartmut Kasper

18. Juli 2009 @ 23:41 von Ralf König

Alias Wim Vandemaan. Es war eine vergnügliche Runde, in der viel gelacht und gescherzt wurde. Zum Beispiel wurde über Fernsehserien gesprochen, wie Star Trek. Leo meinte, wenn er fernsieht, dann kann er einfach nie einschlafen, weil er immer wissen will, was noch kommt. Also meinte Hartmut, dann schlafe er bei Star Trek nie ein. Antwort: Bei allem außer Star Trek … Weil da weiß er immer schon, was kommt.

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Leo Lukas und Hartmut Kasper führen tiefsinnige Gespräche.
Bild: © Martin Steiner

Oder Black Beauty. Als der Vorschlag kam, darüber zu reden, meinte Leo sogleich: “Ich hasse Pferde”.

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Leo denkt an Pferde
Bild: © Martin Steiner

Und Hartmut redete über wohlschmeckende Pferdewurst.

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Hartmut denkt an Pferde(salami)
Bild: © Martin Steiner

Leo Lukas weist außerdem darauf hin, dass es einige Unikate in den Romanen gibt. Dank ihm. Denn nur ihm ist es zu verdanken, dass das Personenkästchen in einem Roman einmal rechts erschienen ist. Es war ein Roman, der vollkommen auf der vier aufgebaut war. Vier und Acht waren die beherrschenden Zahlen. Er kam während dem Schreiben sogar auf die Idee, ob das Volk nicht eine Mathematik auf dem Achtersystem aufbauend haben könnte. Als er das mit Rainer diskutierte, meinte der, dass er diese Idee auch schon hatte, aber den Autor nicht überfordern wollte. Seither hat er Rainer lieben gelernt.

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Nicht nur die Zuhörer haben bei diesem Programmpunkt Spaß
Bild: © Martin Steiner

Überhaupt der Personenkasten. Er könne nicht arbeiten, bevor er nicht gefüllt ist. Hartmut lässt sich dann darüber aus, dass es manche Künstler schaffen, den kompletten Romane im Personenkasten bereits zusammen zu fassen. Leo meint, er mache das immer selbst. Wie gesagt, er kann nicht arbeiten ohne diese Infos. Auch der Titel muss gefüllt sein. Einfach nur drei Fragezeichen, damit kann er nix anfangen. Hartmut meinte, dass die drei Fragezeichen ja auch eine gänzlich andere Serie wäre. Außerdem fragte er Leo ganz erstaunt, warum er denn den Personenkasten füllen würde. Das wäre doch gar nicht seine Aufgabe. Er würde das nie machen.

“Was, Du musst das nicht machen?” Leo guckte erst Hartmut konsterniert an, dann ins Publikum, wo vermutlich der Klaus Frick sass: “Der muss das nicht machen?” Er war ganz erstaunt. Hartmut fragte ihn dann, ob er auch den Anschlusstext zum nächsten Roman selber schreiben würde, aber das verneinte der Leo dann. Aber ohne Titelbild könne er auch nicht arbeiten. Ein Roman fange ja von vorne an. Titelbild, Titel und Personenkasten müssten also schon da sein, sonst könne er nicht schreiben. Er frage deswegen immer gleich bei den Zeichnern an, was denn auf dem Titelbild sei. Die fragten dann zurück, was denn im Roman stehe. “Das weiß ich doch noch nicht”, meinte der Leo dann leicht verzweifelt. Er brauche das Bild ja grade, weil er noch nicht wisse, worum es gehe.

Hartmut meinte dann, im Exposé stünde ja schon eine Menge. Aber Leo meinte, da müsse man sich nicht dran halten. Das ginge “frei” doch viel besser. Wenn da stehe, dass der Autor an dieser Stelle eine eigene Handlung verfolgen könnte, meinte er “Was heißt hier: könnte?” Ein anderes Unikat erwähnte der Leo dann auch noch. Er habe den einzigen Roman geschrieben, unter dem nicht “ENDE” sondern “FORTSETZUNG FOLGT” gestanden habe. Dabei wäre das doch bei jedem Roman eigentlich korrekt … :-)

So ging es launisch immer weiter und wie erwähnt, wurde viel gelacht und viel gescherzt. Das kann man kaum vermitteln, das muss man gesehen haben. Es war ein gewaltiges Vergnügen, so eine Art von Late Night kann man gerne öfter haben.

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Applaus für ein unvergleichliches Duo!
Bild: © Martin Steiner

3 Antworten zu “Late Night mit Leo Lukas und Hartmut Kasper”

  1. Ralf König sagt:

    Ich hab den Artikel aus dem Gedächtnis heute noch etwas aufgemöbelt. Gestern wurden wir nach dem Fanfilm fast schon aus dem Gebäude geschmissen (nachdem auch noch eine Maus im Gebäude an uns vorbeirannte:-)). Da reichte es gerade noch, die beiden News reinzustellen. Der Rest folgte hiermit.

  2. Sân-Ný sagt:

    Dies war wirklich eine unglaubliche Meisterleistung im Fach Stegreif-Unterhaltungs-Comedy [gibts das überhaupt?] von Leo und Hartmut/Wim. Danke, danke, danke!
    Ich hatte etwas gänzlich anderes mit viel mehr Action erwartet und war vom ersten Moment an einfach nur gepackt. Diese Digitalkamin-Gespräche vor stumm vor sich hinprasselnden Holzfeuerflammen über scheinbar Belangloses aus TV und SF enthielten und entwickelten einen unglaublichen Fundus an Wort- und Inhaltswitzen, die sich L&H/W ganz friedlich einander zuspielten. Sogar das Publikum wurde gelegentlich eingebunden. Es war für mich der genau richtige Ausklang eines sehr intensiven Con-Tages. Einfach Klasse!

  3. uleb111 sagt:

    Super die beiden :-)
    Und für Hartmut, auf´m Viktualienmarkt gibt es ein Pferdemetzger